Wer bin ich

Aus irgendeinem Grund ist bei diesem Layout meine Seite „Wer bin ich“ verschwunden. Also dachte ich mir, dass ich mich noch einmal vorstelle, damit überhaupt ein jeder weiß, mit wem er oder sie es hier überhaupt zu tun hat.

Mein Name ist Sarah Ricchizzi, ich bin 23 Jahre alt und erfinde Geschichten, seit dem ich denken kann. In der Grundschule wurde mir oft nachgesagt, dass ich eine etwas zu lebhafte Fantasie habe. Kommt mir nun eigentlich recht gelegen.

Die Anfänge

In der fünften Klasse lernten wir, was es bedeutet Aufsätze zu schreiben und selbst Geschichten verfassen zu können. Diese neue Gabe nutzte ich direkt und versuchte tatsächlich meinen ersten Start an einen Krimi-Roman. Dass ich das damals gemacht habe, wusste ich gar nicht mehr! Erst neulich, als ich über alte Erinnerungen nachdachte fiel mir doch tatsächlich ein, dass ich eigentlich schon recht früh angefangen hatte, Geschichten schreiben zu wollen.
Geschichten erzählen, das konnte ich bereits als Kind erstklassig. Vor mir konnte keiner fliehen, denn reden konnte ich und kann ich immer noch, was das Zeug hält. Wie dem auch sei. Ich begann also meine ersten Versuche mich dem Schreiben zu nähern, als ich in der fünften Klasse war. Allerdings fehlte es eindeutig an Ordnung und einem rotem Faden. Der war nicht einmal im Ansatz zu erkennen. Ich schrieb einfach wild drauf los, alle Ideen, die mir durch die Gedanken schossen, fanden definitiv auf dem Papier Platz. Doch irgendwie endete die Geschichte schließlich im Nichts. Schade eigentlich. Danach entdeckte ich meine andere Leidenschaft: Geschichten zu Zeichnen. Viele Jahre lang zeichnete ich Mangas und Comics und etablierte dort meine Ideen und Storys. Doch irgendwann war dem nicht genug.

Der erste Roman

Mit fünfzehn dann fand ich war ich bereit mich einem größeren Projekt zu widmen. Ich wagte mich daran ein Buch zu schreiben. Nach fünf Jahren, vielen Umwegen und der mehrfachen Verwerfung sämtlicher Ideen hatte ich schließlich um die Sechshundert Seiten zusammen. Leider taugte es noch nicht wirklich, um im Verlagswesen Fuß zu fassen.

Niemals aufgeben

Allerdings ließ ich mich davon keineswegs entmutigen. Ich schrieb den zweiten Roman, den ich in diesem Jahr abgeschlossen habe, was daraus wird, mal sehen. Den dritten habe ich am Wochenende begonnen. Der Weg ist ein weiter, doch ich werde nicht aufgeben. Dafür macht es viel zu viel Spass.

Wahnsinn!

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Gleichsam ist das gemeinschaftliche Schreiben während des NaNoWriMo motivierend und niederschmetternd. Es ist erstaunlich, wie schnell die Worte plötzlich fließen. Durch die stetige Anwesenheit von Kommentaren und Blogeinträgen anderer Mitschreiber fühlt man sich regelrecht dazu genötigt auch endlich weiter zu schreiben. Ich ertappe mich dabei, wie ich wirklich zu jeder Minute in meiner Gedankenwelt abdrifte und stetig an meiner Geschichte im Kopf weiter schreibe. Die Ideen können gar nicht schnell genug gefunden werden, verzweifelt versuche ich mir alles zu merken und Zuhaus angekommen scheint die Tastatur gar nicht schnell genug tippen zu können. Eigentlich bleibt zwischen Arbeit, Fernstudium und Ehegatten überhaupt keine Zeit, um ein so wahnsinniges Projekt in einem Monats-Marathon durchzurattern – doch was soll ich sagen? Da bleibt einem Schreiberling schlichtweg keine andere Wahl, als mitzumachen! Getrieben durch die Masse, wird man in den Strom der Schreibnächte mitgerissen und muss einfach in diesem Monat schreiben, was das Zeug hält.
Und ich muss sagen: Es ist fantastisch! Schon länger war ich nicht mehr so müde, erschöpft und hocherfreut zugleich. Gefühlt könnte ich in diesem Monat alles schaffen! Ja wirklich, es ist faszinierend, wie einem das gemeinschaftliche Schreiben vorantreibt. Zu wissen, das in diesem Augenblick auch viele Hunderte, Tausende Andere genau das gleiche aus denselben Gründen tun, ist einfach berauschend. Die Geschichte nimmt Formen an, die ich so vorher nicht erwartet hätte. Auf einige Abzweigungen und Ideen wäre ich zuvor wahrscheinlich gar nicht gekommen, doch gezwungen durch den Schreibfluss müssen Lösungen schnell bei der Hand sein, so dass sich plötzlich Kapitel wie von selbst schreiben und beenden. Faszinierend. Der absolute Wahnsinn.

Die Kehrseite ist natürlich zu erkennen, dass Kollegen weiter und schneller sind. Doch irgendwie treibt mich dies zur Zeit mehr an, als dass es mich niederschmettert. Es spornt mich an, am Ende nicht zu versagen und die 50 000 Wörter zu knacken.

Und weiter gehts, die Wörter warten.

Bild: DAVID MELCHOR DIAZFlickr.com